Gute Vorsätze: So gelingt das Durchhalten

Die Schwierigkeit bei guten Vorsätzen ist meistens nicht, sie zu fassen, sondern sie am Ende auch wirklich erfolgreich umzusetzen. Dass man sich überhaupt ernsthaft damit beschäftigt, gute Vorsätze zu fassen, bedeutet grundsätzlich, dass man darüber nachdenkt, etwas im Leben zu verbessern und damit zum Beispiel gesünder, zufriedener oder glücklicher zu werden. Gute Vorsätze haben also einen Grund. Das Streben nach gewissen Veränderungen, wie zum Beispiel sportlicher zu werden, würde nicht einsetzen, wenn man mit Allem rundum zufrieden wäre und keine Notwendigkeit für Veränderungen sehen würde. Gute Vorsätze zu fassen ist also der erste Schritt, festzustellen, dass sich Dinge ändern sollten, um das eigene Leben noch positiver zu gestalten.

Glücklicherweise gibt es auch Verhaltensweisen, die das Durchhalten erleichtern. Dazu gehört es zum Beispiel, möglichst genau festzulegen, was man erreichen möchte und was man dafür tun muss. Ein allgemeines „ich möchte abnehmen“ ist nicht so klar und präzise wie festzulegen, dass man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Anzahl an Kilos verloren haben will. Oder „ich will mehr Sport machen“ ist weniger konkret als „ich will anfangen, joggen zu gehen und in sechs Wochen mindestens eine halbe Stunde durchhalten können“. Während man bei dem Vorsatz „sportlicher werden“ noch viele Möglichkeiten offen hat und das Ganze recht diffus ist, kann man im letzten Fall zum Beispiel mit einem Intervalltraining beginnen. Bestimmte Erfolge festzulegen, die man erreichen möchte, machen Ziele nicht nur besser umsetzbar, sondern lassen sich auch sinnvoller kontrollieren und diese Kontrolle hilft wiederum beim Durchhalten. Hat man ein Etappenziel erreicht, motiviert der Erfolg wiederum weiterzumachen.

Sinnvoll ist es außerdem, von vornherein feste Termine festzulegen, damit werden die Vorsätze verbindlicher. Lässt man diese festen Termine sausen, meldet sich schneller das schlechte Gewissen, als wenn man sich nur vorgenommen hatte, vielleicht an einem oder zwei Tagen in der Woche etwas für die Fitness zu tun. Zusätzlich hilfreich ist es hier, Freunde mit einzubeziehen und mit ihnen feste Zeiten auszumachen, um miteinander zum Sport zu gehen. Auch wenn andere Personen nicht direkt beim Umsetzen der Vorsätze mitmachen, so kann man ihnen trotzdem davon erzählen und sie bitten, von Zeit zu Zeit nachzufragen, ob man denn durchgehalten hat. Das setzt zwar unter Druck, aber durchaus unter positiven.

Ein anderer Faktor sind die Ziele selbst. Einerseits ergibt die Annahme Sinn, dass man Ziele nicht zu hoch setzen sollte, weil man es sich sonst zu schwer macht, sie wirklich zu erreichen und schließlich frustriert aufgibt. So bringt es beispielsweise nichts, wenn man mit dem Joggen anfangen will und sich vornimmt, in zwei Wochen einen Marathon laufen zu können. Andererseits sollten Ziele aber auch nicht so niedrig gesteckt sein, dass man sich unterfordert. Eine Herausforderung sollten sie schon darstellen, damit auch das Belohnungssystem reagiert, wenn man schließlich erfolgreich war.

Trotzdem sollte man nicht davon ausgehen, dass alles reibungslos abläuft. Im Gegenteil, wenn man sich schon von Anfang an damit beschäftigt, welche Probleme oder auch Widerstände auftreten könnten, kann man auf diese besser reagieren, wenn sie wirklich eintreten. Mit einer positiven Grundeinstellung sollte sich also ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche Hindernisse man auf dem Weg zum Erfolg möglicherweise noch überwinden muss. Beim Thema Sport kann dazu zum Beispiel gehören, dass man sich von Anfang an im Klaren darüber ist, dass der innere Schweinehund regelmäßig protestieren wird, wenn man sich die Laufschuhe anziehen möchte.


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